Ich zeige, was ich fühle
Spiegel
Ziele und Dauer
Der Einsatz von Spiegeln in Verbindung mit emotionaler Validierung unterstützt Kinder in der Kita dabei,
- ihre Selbstwahrnehmung und ihr Bewusstsein für eigene Gefühle zu stärken,
- nonverbale Ausdrucksformen wie Mimik und Gestik zu erkennen und zu verstehen,
- ein gesundes Selbstbild und emotionale Selbstregulation zu entwickeln,
- soziale und emotionale Kompetenzen durch wertschätzende Begleitung zu fördern.
Dauer:
Der Spiegel ist frei am CJD-Tool-Kid(t) zugänglich platziert, so dass Kinder jederzeit ihre Spiegelbilder beobachten und und ihre Emotionen erforschen können. Begleitende Gespräche und Übungen können je nach Bedarf und Situation flexibel von 5 bis 20 Minuten stattfinden.
Tipp: Der Spiegel ist ein kraftvolles Medium zur emotionalen Validierung. Achte darauf, dass Kinder ihre Gefühle ohne Bewertung ausdrücken können. Nutze den Spiegel, um Kinder darin zu bestärken, ihre Emotionen anzunehmen und zu benennen. Begleite sie einfühlsam und respektvoll, ohne ihre Gefühle zu minimieren oder zu verneinen.
Durchführung
Wie unterstützt der Spiegel die emotionale Validierung? Der Spiegel ist ein kraftvolles Werkzeug, um Kindern ihre Gefühle sichtbar und erfahrbar zu machen. Wenn Kinder ihr Spiegelbild sehen, erkennen sie nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihre Mimik und Gestik – Ausdrucksträger ihrer Emotionen. So wird das Kind in seiner emotionalen Erfahrung gespiegelt und validiert: Es sieht, dass seine Gefühle sichtbar und real sind. Das fördert das Bewusstsein für eigene Emotionen und unterstützt die Entwicklung eines gesunden Selbstbildes.
- Der Spiegel ist gut sichtbar
- Kinder können jederzeit ihr Spiegelbild betrachten und mit Bewegungen experimentieren
- Fachkräfte begleiten die Kinder, indem sie sie ermutigen, sich selbst zu beobachten, Bewegungen auszuprobieren und darüber zu sprechen
- Durch gezielte Fragen und Impulse unterstützen Fachkräfte die Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Kinder
- Der Spiegel wird als spielerisches Lernmittel genutzt, das die Autonomie der Kinder fördert
Weitere Informationen
Was ist emotionale Validierung?
Emotionale Validierung bedeutet, die Gefühle und Emotionen von Kindern als echt, wichtig und berechtigt anzuerkennen – unabhängig davon, ob Erwachsene diese Gefühle nachvollziehen oder als „richtig“ empfinden. Emotionen sind weder gut noch schlecht, sondern natürliche Reaktionen auf Erlebnisse (Siegel & Bryson, 2016). Diese Haltung fordert, dass Erwachsene die emotionalen Erlebnisse von Kindern nicht minimieren oder verleugnen, sondern ihnen mit Respekt und Verständnis begegnen. Das heißt, auch scheinbar „kleine“ oder aus Erwachsenensicht „absurde“ Gefühle werden ernst genommen und wertgeschätzt.
Der Spiegel ist mehr als ein Spielobjekt – er ist ein Medium, das Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung unterstützt und ihnen hilft, sich selbst und ihre Gefühle anzunehmen. In Verbindung mit der emotionalen Validierung schafft er einen Raum, in dem Kinder sich sicher fühlen, ihre Emotionen auszudrücken und verstanden zu werden. So fördert er nicht nur die kognitive und motorische Entwicklung, sondern auch die soziale und emotionale Kompetenz.
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